Altenstädter Gesellschaft für Geschichte und Kultur e.V.
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NERO - Kaiser, Künstler und Tyrann unter    diesem    Motto    steht    die    diesjährige    große    Sonderausstellung    in    der    alten Römerstadt    TRIER    über    einen    der    bekanntesten    und    umstrittensten    Kaiser    des römischen   Reiches,   die   vom   14.   Mai   bis   zum   16.   Oktober   2016   geöffnet   ist.   Diese Ausstellung   ist   derart   umfangreich,   dass   sie   auf      drei   Museen   nach   Themengruppen verteilt        wurde.        Die    Hauptausstellung    unter    dem    oben    angeführten    Motto    wird    im Rheinischen    Landesmuseum    gezeigt.    Das    Thema    "Nero    und    die    Christen"    ist    im Museum   am   Dom   beheimatet   und   "Lust   und   Verbrechen   -   Der   Mythos   Nero   in   der Kunst"   ist   im   Stadtmuseum   am   Simeonsstift   nahe   der   Porta   Nigra   zu   sehen.   In   der Annahme,    dass    sich    eine    stattliche    Gruppe    für    einen    Besuch    der    Ausstellung interessiert,    hat    sich    die    Altenstädter    Gesellschaft    für    Geschichte    und    Kultur    e.V. entschlossen,     hierzu     eine    Tagesfahrt     zu     organisieren.     In     Vorbereitung     und     als Einführung      zur Ausstellung   hat   sich   das   Ehrenmitglied   der   Gesellschaft,   Herr   Professor Dr.    Alexander    Demandt,    zu    einem    Vortrag    bereit    erklärt,    der    am    vergangenen Donnerstag,     27     April,     stattfand.     Erfreulicherweise     hat     sich     eine     beachtliche Zuhörerschaft     zu     diesem     Vortrag     eingefunden.     Herr     Prof.     Demandt,     dessen Spezialgebiet   die   römische   Geschichte   ist,      war   natürlich   die   kompetenteste   Person,   die hierzu   gewonnen   werden   konnte.   In   seiner   gewohnt   lockeren   und   lebendigen   Vortragsart beleuchtete   er   die   Persönlichkeit   des   Kaisers   aus   verschiedenen   Perspektiven,   vom Aufstieg zum Thronfolger über seine Herrschaftszeit  bis zu seinem gewaltsames Ende.   Nero,    im    Jahre    31    n.Chr.    geboren,    war    in    den    Jahren    von    58    bis    64    Kaiser    des römischen   Reiches.   Er   war   der   letzte   Vertreter   der   julisch-claudischen   Dynastie.   Seine Mutter   Agrippina    war    eine    Schwester    von    Kaiser    Claudius,    der    Nero    im    Jahre    50 adoptierte.   Nero   erhielt   eine   umfassende   Ausbildung   und   war   vor   allem   Schüler   des Philosophen    und    Politikers    Seneca,    der    ihn        entscheidend    prägte.        Seine    Mutter Aggripina   sicherte   Neros   Nachfolge,   indem   sie   seinen   Stiefvater   Claudius   im   Jahr   58   bei einem   Mahl   vergiftete.   Die   Herrschaft   Neros   begann   positiv   und   er   war   bei   seinem   Volk insbesondere   durch   die   Veranstaltung   von   Spielen   beliebt.   Er   sah   sich   selbst   vor   allem als   Künstler.      In   den   späteren   Regierungsjahren   wurden   ihm   zahlreiche   Verbrechen angelastet.   So   soll   er   seinen   Stiefbruder   Britannicus      vergiftet   haben.   Das   Verhältnis   zu seiner   Mutter   verschlechterte   sich   zusehends   und   aufgrund   von   deren   Drohungen,   ihn zu   entmachten,   unternahm   er   mehrere   missglückte   Versuche   seine   Mutter   umzubringen. Schließlich   ließ   sie   im   Jahr   59   ermorden.   Ab   dem   Jahr   62   verschlechterte   sich   auch stetig   sein   Verhältnis   zum   römischen   Senat   und   nach   dem   Brand   von   Rom   im   Jahr   64 nahm   die   Opposition   immer   mehr   zu.   Mehrere   aufgedeckte   Verschwörungen   führten   zu Säuberungen,   denen   selbst   bekannte   Persönlichkeiten,   wie   Seneca   und   Petronius   zum Opfer   fielen.      Aufgrund   von   Berichten,   Nero   habe   den   Brand   selbst   gelegt,   wurden   als Sündenböcke   für   den   Brand   die   Christen   ausgemacht,   worauf   er   diese   brutal   verfolgen lies.   Um   das   Militär   hat   sich   Nero   in   seiner   Regierungszeit      kaum   gekümmert,   so   dass   er von   hier   keinerlei   Rückhalt   hatte.      Als   sich   immer   weitere   Kreise   gegen   ihn   stellten   und er   zusehends   in   eine   ausweglose   Lage   geriet,   wollte   er   nach   Ägypten   fliehen.   Nachdem ihm   dies   misslang   und   er   sich   von   allen   allein   gelassen   sah,      starb   er   schließlich   68   in dieser ausweglosen Situation von eigener Hand. Für   die   Tagestour   zur   Ausstellung   am   Samstag,   den   30.   Juli,   sind   noch   Plätze      frei. Anmeldung   bitte   per   Mail   unter   <tickets@aggk.de>   oder      bei   A.   Trützler,   Tel.   06047- 4347.   Die   Tagesreise   mit   Eintritten   und   Führung   kostet   55,00   Euro.      Abfahrt   ist   um   7.00 Uhr     am     Bahnhof     Altenstadt.     Die     Führung     umfasst     die     beiden     erstgenannten Ausstellungsteile.   Ab   dem   frühen   Nachmittag   ist   Freizeit,   der   zum   Mittagessen,   zur Stadtbesichtigung   oder   zum   Besuch   des   dritten Ausstellungsteiles   genutzt   werden   kann. Die   Rückfahrt   ist   für   16   Uhr   festgelegt   und   die   Rückkehr   nach   Altenstadt   gegen   19.00 Uhr. Altenstadt, 02.05.2016 - August Trützler   Das Bild zeigt Prof. Dr. Alexander Demandt beim Vortrag