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Exkursion Ledermuseum Die Altenstädter Gesellschaft für Geschichte und Kultur lud am 16. November zu einer Besichtigung mit Führung durch das Ledermuseum in Offenbach ein. Fast 30 Interessierte fanden sich zu der Veranstaltung in den kürzlich komplett umgebauten und erweiterten Räumlichkeiten ein. Das Ledermuseum beinhaltet 3 Museen unter einem Dach: Das ethnologische Museum, das deutsche (internationale) Schuhmuseum und das Museum für angewandte Kunst. Entsprechend abwechslungsreich bot die Führung eine Zeitreise von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart, quer durch alle Kontinente und gewährte einen Einblick in die verschiedensten Kulturkreise und deren Umgang mit dem Material Leder. Beginnend mit den filigranen Schattenspielfiguren der südostasiatischen Regionen, Rüstungen der Samurai, über handwerkliche Präzision der Bewohner des Polarkreises, die ihre Kajaks mit Seehundleder  bespannten, die Behausungen der afrikanischen und arabischen Völker bis hin zu den nordamerikanischen Indianervölkern konnten viele Facetten dieses universell einsetzbaren Materials betrachtet werden. Eine der jüngsten Neuerwerbungen sind die rekonstruierten Bergschuhe der Ötztalmumie: es sind nicht etwa derbe Fellstiefel, die in primitiver Weise um die nackten Füße geschnürt wurden, sondern fein genähte Lederpantoffeln mit einem robusten Innenschuh aus Faserschnüren und mit Heufüllung. Auch Kuriositäten wie die Hutschachtel Goethes, das Schuhwerk der Spice Girls die Turnschuhe von Joschka Fischer und Accessoires anderer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurden - mit einem ironischen Unterton - den Besuchern dargeboten. Auch die Rolle Offenbachs als DIE Lederstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde deutlich herausgestellt. In keiner anderen Stadt zur Zeit des Deutschen Reiches wurde so viel Leder produziert und verarbeitet.  In Spezialbetrieben wurde gepresst, geprägt, gefärbt und vergoldet und nicht selten wurden die Resultate auf Weltausstellungen prämiert. Nach der etwa  1 1½ stündigen Führung bot des Mueumscafé den Besuchern die Gelegenheit sich bei Kaffee und Kuchen für eine individuelle Besichtigung der weitläufigen Ausstellung zu stärken und das ein- oder andere Exponat noch einmal in Ruhe zu betrachten. Hutschachtel Goethes Aktentasche Napoleons Scheibe des Thailändischen Schattentheaters, um 1830 Zehenpflocksandale arabisch, 19.Jh