my-Gaestebuch.de

Hosting by Abonda

Türkei Angebote
Reisebericht zur 4-Tagesfahrt der Altenstädter Gesellschaft für Geschichte und Kultur e.V. nach Augsburg, vom 17. bis 20. September 2013 Ein Besuch in Augsburg, einer äußerst interessanten und sehenswerten Stadt Augsburg, die Stadt im Süden Deutschlands, die drittgrößte Stadt in Bayern, die Stadt, mit der sich die Deutschen Italien in den rauen Norden holten, war das diesjährige Ziel der “Altenstädter Gesellschaft für Geschichte und Kultur e.V.“ Pünktlich um 8.30 Uhr starteten die 30 Reiseteilnehmer im komfortablen Bus die Ausflugstour. Die Route führte über die Autobahnen A3, A7 und A6 bis zur Ausfahrt Ansbach und von da über Landstraße nach Dennenlohe, wo uns ein Landschaftspark der besonderen Art erwartete. Der private Park des Schlossherrn Baron Süßkind widmet sich insbesondere dem Artenschutz seltener und gefährdeter Pflanzenarten der Region Franken, aber auch Anlagen und Parkformen aus dem fernen Osten sind mit herrlichen Pflanzen und Wasserflächen zu bewundern. Über zwei Stunden genossen die Teilnehmer den Park und stärkten sich anschließend vor der Weiterfahrt im Marstall-Restaurant der Schlossanlage. Kurz nach 16 Uhr erreichte der Bus dann die Stadt Augsburg und das „Romantikhotel Augsburger Hof“, das am Rande der Kernstadt günstig gelegen war. Bis zum gemeinsamen Abendessen machten sich noch Einige auf den Weg zur Erkundung der näheren Umgebung und zum nahe gelegenen Dom. Viele große Namen zeugen von dem jahrhundertealten Unternehmensgeist und der Kultur dieser Stadt: Die Fugger, die einst die Finanziers Europas und gleichzeitig die Gründer und Unterhalter der ersten Sozialsiedlung der Welt waren, die Welser, die Venezuela missionieren wollten, Melanchton, der hier die „Confessio Augustana“ schrieb, Elias Holl, der geniale Baumeister der Renaissance, Mozart´s Vorfahren mit ihren Geburtshäusern, Diesel, der den „Dieselmotor“ erfand, Brecht, einer der großen Dramatiker Deutschlands und natürlich die „Augsburger Puppenkiste“, die leider an diesen Tagen geschlossen war. Das Programm des 2. Tages war somit mit Besichtigungen reichlich gefüllt. Nach einem reichhaltigen Frühstück begann die Stadtbesichtigung gegen 10 Uhr. Unter Führung von Bernfried Wieland. Gleich schräg gegenüber dem Hotel liegt das Geburtshaus von Mozarts Vater Leopold (1719-1787). Hier in Augsburg fand Wolfgang Amadeus Mozart auch seine erste Liebe, das „Augsburger Bäsle“. Die Besucher erlebten danach den Dom mit dem ältesten Glasgemäldezyklus der Welt und erinnerten sich hier an die „Schlacht auf dem Lechfeld“ vor den Toren der Stadt, in welcher Kaiser Otto I. mit Hilfe des Augsburger Bischofs Ulrich Europa von den Ungarn befreite, die jahrhunderte lang immer wieder Deutschland verwüstet hatten. Das berühmte Augsburger Rathaus des Baumeisterss Elias Holl mit seinem Goldenen Saal“ folgte der Dombesichtigung. Der Besuch der Annenund der Moritzkirche, und nach einer Mittagspause das Schaezlerpalais mit seinem herrlichen, goldenen Rokokosaal, die Damenhöfe, die ältesten Renaissancebauten in Deutschland, die Kirche St. Afra und Ulrich, mit den Gräbern der beiden Schutzheiligen von Augsburg der hl. Afra und Ulrich und vieles mehr standen auf dem Programm. Der Regenschirm war zum Glück nur recht wenig gebraucht, Nach dem gemeinsamen Abendessen saß man noch kurze Zeit gemütliche beisammen und vom anstrengenden Tag waren alle rechtschaffen müde. Der 3. Tag war zur ersten Hälfte noch Augsburg gewidmet, mit der Besichtigung des Brecht-Hauses und der Fuggerei, der ältesten Sozialsiedlung der Welt. Sie ist auch heute noch mit ausgesuchten, bedürftigen Personen bzw. Familien bewohnt, welche die von Jakob Fugger eingeführte Jahresmiete in Höhe von umgerechnet 88 Cent bezahlen und täglich 3 Gebete für den Stifter verrichten müssen. Die Anlage umfasst insgesamt 67 Reihenhäuser mit 147 Wohnungen. Zwei Schauwohnungen zeigen wie man früher gewohnt hat bzw. heute wohnt. Die zweite Tageshälfte führte uns ins Augsburger Umland, zuerst in die Nähe von Aichach ins „Wittelsbacher Land“. Hier liegt das „Sisi“-Schloß, ein kleines Wasserschloss, das dem Vater der späteren Kaiserin Sissi gehörte und in dem Sissi einen Teil ihrer Jugend verlebt hat. Eine Sonderausstellung „Sisi – Engel der Schönheit?“ gab einen tiefen Einblick in das private Leben der Kaiserin Elisabeth. Viele persönliche Gegenstände, festliche Kleidungsstücke und auch die spätere Vermarktung durch die „Sissi-Filme“ waren in der Ausstellung zu sehen und fanden großes Interesse. Zuvor stärkten sich die Teilnehmer auf einem Parkplatz noch mit einem großen Stück vom mitgebrachten Streuselkuchen und mit Kaffee aus der Busküche. Zwei außergewöhnlich interessante Wallfahrtskirchen aus dem Barock folgten, Die Kirche „Maria im Birnbaum“ in Sielendorf und die Kirche „Herrgottsruh“ im bayerischen Friedberg. Die Erstere beeindruckte insbesondere durch ihren Baustil, der von außen durch Kuppeldächer mehr an eine Moschee erinnerte. Herrgottsruh glänzte durch ihre Ausstattung, an der namhafte Künstler der Zeit, wie der Münchner Maler Cosmas Damian Asam mitgewirkt hatten. Auf der Rückfahrt erlebte die Reisegruppe die freie Reichsstadt Weißenburg in Bayern, deren mittelalterliche Charakter außerordentlich gut erhalten ist. Wohlbehalten, und von den vielen Eindrücken begeistert kam die Reisegruppe schließlich gegen 19 Uhr am Bahnhof Altenstadt an. Herr Bernfried Wieland hat diese Städtereise in seiner schon bekannten, hervorragenden Weise geplant und mit vielen Führungen und Vorträgen unterwegs und vor Ort begleitet. Hierfür sagt ihm die Altenstädter Gesellschaft ein herzliches Dankeschön. Altenstadt, 30.09.2013 Gustl Trützler